• Vom Glück die richtigen Menschen zu treffen

    Heute ist ein Tag, an dem ich sehr dankbar bin. Dankbar dafür, dass mein Mann, meine Tochter und ich gesund und sehr vergnügt um unseren Camper herum sitzen. Denke ich an die letzten zwei Tage, hätte es auch anders sein können.

    marokko camper antiatlas panoramaWir waren gerade dabei, den Antiatlas zu verlassen, als Robs bemerkte, dass etwas mit den Bremsen nicht stimmte. Eine denkbar schlechte Situation dafür, denn wir waren mitten im Nirgendwo auf steilen Serpentinen unterwegs. Die Bremse zog erst sehr spät an, anders als sonst. Robs untersuchte den Motor, konnte aber nichts feststellen. Wir sahen keine andere Wahl, als vorsichtig weiterzufahren. Ein wenig mehr Sorgen machte ich mir, als die Warnleuchte im Cockpit anging. Die Bremsflüssigkeit war leer. Vielleicht einfach Verschleiß, so hoffte ich. Sehr bedächtig und vorsichtig fuhr Robs weiter. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir endlich die Serpentinen hinter uns lassen und Taroudant erreichen. Dort gab es auch die benötigte Bremsflüssigkeit und damit ging das Fahren schon viel besser. Wir beschlossen, in der nächsten Stadt, ca. 200 Kilometer entfernt, mal einen Mechaniker drüber schauen zu lassen. Zum Glück hatte unser Schutzengel andere Pläne.

    marokko camper bremsschlauch gerissenAm nächsten Tag aßen wir mit einem netten deutschen Paar zu Mittag, die zufällig in Offenbach arbeiten. Im KIZ, wo wir damals unseren Workshop zum Businessplan besuchten. Was ein Zufall und welch spannende Begegnung! Robs erwähnte beiläufig den Verlust unserer Bremsflüssigkeit. Die Augen von Horst weiteten sich und nach dem Mittagessen stand er vor dem Camper, um sich das mal anzusehen. Kurze Zeit später erteilte er uns Fahrverbot. Eine Bremsleitung war durchgescheuert! Ein scheinbar kompetenter Mechaniker hatte diese zuvor mit einem Kabelbinder am Stoßdämpfer befestigt. Durch die permanente Reibung hatte sich der Bremsschlauch im Laufe der Zeit durchgescheuert. Ich wollte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die Bremsfähigkeit während unserer Fahrt durch die Serpentinen noch weiter abgenommen hätte. Oder wenn Horst nicht vorbeigekommen wäre und wir sorglos weitergefahren wären. Ich bin heute sehr dankbar für die seltsamen Fügungen, die sich das Leben so ausdenkt!

    P.S.: Ein Mechaniker ist vorbeigekommen, hat die Bremsleitung mittlerweile ausgetauscht und besser befestigt.

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7 Kommentare:

  1. Christian sagt:

    Hallo!
    Auch mal ein Kommentar von mir, da ich mich beruflich mit Warnlampen in Cockpits beschäftige. Es liest ja eh kaum wer die Betriebsanleitung seines Fahrzeugs, daher mal in Kürze: Eine rote Warnlampe bedeutet unmittelbare Gefahr! Gelbe Lampen geben Hinweise und blau ist das Fernlicht.
    Da hat der Schutzengel ja eure Herausforderung gemeistert!
    Alles andere per Mail!
    Gute Zeit euch noch!

    • Anke sagt:

      Hallo,
      danke für den Hinweis! Wir werden in Zukunft schneller reagieren. Robs hat jetzt erstmal gelernt, wie man unsere Bremsen entlüftet. Unser Camper fährt wieder wie ne eins und bremst auch so 🙂
      Auf weitere Tipps kommen wir gerne zurück.
      Drücker ins frühlingshafte Zuhause

      • mb sagt:

        aber ganz so gefährlich war es nicht.sicher hast euer Camper wie alle Autos 2 getrennte Bremssysteme. 2 Räder wären immer noch gebremst worden.

        • Robs sagt:

          Hallo mb, ja, ich bin auch sehr froh, dass es 2 getrennte Systeme gibt, auch wenn die Bremsleistung spürbar abgenommen hat. Aber besser als nichts, sonst wäre die Fahrt durch die Serpentinen anders ausgegangen.
          Liebe Grüße!

  2. Oma von Kucka sagt:

    Oma von Kucka schreibt:
    Habe schon gedacht,das der Schutzengel noch bei besonders brenzlichen Ereignissen einspringen muss

  3. Sabine sagt:

    Horst, du bist der Beste!!! DANKE
    😚😚😚

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