• In 4 Schritten zur Geschäftsidee

    kiz businessplanWir wollen uns selbständig machen! Seit vier Monaten schreiben wir eifrig an unserem Buch, in dem wir von den Erlebnissen und Erkenntnissen aus unserer Zeit in Asien berichten. Im Februar sollen die Druckmaschinen heiß laufen und unser Werk kistenweise ausspucken. Nahtlos startet das nächste Projekt: In unseren Lesungen wollen wir die Zuhörer aus ihrem Alltag entführen, in spannenden asiatischen Momenten absetzen und dabei zum Nachdenken anregen.

    Doch wie sieht der Weg dahin aus? Welche Schritte gehen wir, um unser Ziel zu erreichen? In der Kategorie „Autorenwelt“ laden wir Euch ein, uns dabei zu begleiten – durch alle Hochs und Tiefs.

    Der deutsche Staat bietet Gründern wie uns eine Unterstützung an, den Gründungszuschuss. Falls er gewährt wird, erhält man in den ersten sechs Monaten der Selbständigkeit weiterhin das Arbeitslosengeld. Diese Möglichkeit wollen wir nicht ungenutzt lassen. Für die Beantragung des Gründungszuschusses ist ein Businessplan notwendig, in dem die Geschäftsidee möglichst gut beschrieben sein sollte.

    Zu diesem Zweck begeben wir uns in die vertrauenswürdigen Hände des KIZ Offenbach, einem Beratungsunternehmen für Existenzgründer. Passenderweise bieten sie einen Workshop speziell zum Thema „Businessplan“ an. Unsere Gruppe dort stellt sich als bunt gemischt und sehr spannend heraus: Neben dem sympathischen Vortragsleiter finden sich eine Frisörin, eine Modedesignerin, ein Musiker, zwei Finanzbuchhalterinnen und wir zwei Reiseautoren ein. Manche benötigen den Businessplan für eine Förderung beim Arbeitsamt oder für einen Kredit bei der Bank, während sich andere eher konzeptionelle Unterstützung erhoffen.

    lego seminarUnglaublich spannend wird es, als jeder Teilnehmer seine Geschäftsidee vorstellt. Wir erhalten dabei tiefe und ehrliche Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche. Eine Sache ist allen Ideen gemein: Sie sind durchweg genial. Durch die offene Atmosphäre werden sie sogar noch besser. Ungeahnte Möglichkeiten sprudeln aus den gesammelten Köpfen und inspirieren die Gründer zu immer besseren Strategien. Auch für uns ergeben sich sehr interessante Erkenntnisse, wie wir unsere Selbständigkeit ausrichten und uns dabei vom Mitbewerb abheben können.

    Die Basis für alle weiteren Überlegungen bildet die Geschäftsidee. Wir lernen vier Schritte kennen, um diese zu strukturieren und uns über die eigentlichen Ziele klarer zu werden:

    1) Ausgangssituation und Problem

    Zuerst steht die Frage nach dem Bedarf, den wir für unsere zukünftigen Kunden abdecken wollen. Für uns definieren wir hier die „Sehnsucht nach der Ferne und nach Sinn“.

    2) Geschäftsidee

    Anschließend überlegen wir, auf welche Weise wir dieses Grundproblem lösen wollen. Sehr spannend ist für uns hier die Erkenntnis, dass die Autorenlesung ins Zentrum unserer Selbstständigkeit rückt. Das Reisebuch bildet die Grundlage dafür.

    3) Details

    Es folgt eine genaue Betrachtung, was diese Geschäftsidee besonders macht. Unsere Köpfe rauchen und spucken ein Alleinstellungsmerkmal nach dem anderen aus.

    4) Nutzen

    Dies ist der wichtigste Punkt. Der Kunde kauft kein Produkt, sondern nur seinen Nutzen. Unser Workshopleiter Jochen schildert dies sehr bildlich an einem Beispiel: „Ich kaufe keinen Hammer, weil er einen rutschfesten Griff hat, sondern weil ich damit einen Nagel besser in die Wand hauen kann“. Doch was ist der Nutzen, den wir mit unserem Reisebuch und der Lesung erzielen? Wir wollen den Lesern bzw. Besuchern Ideen für ihre eigenen Reisen geben, Inspiration für ihren Alltag und – last but not least – Freude vermitteln.

    Wahnsinnig erfüllt verlassen wir an diesem Abend den Seminarraum. Das Zusammenspiel in der Gruppe hat unglaublich viel Spaß gemacht und unsere Motivation gesteigert. Zudem ist es schön, dass man auch im kontaktscheuen Deutschland so interessante Menschen kennenlernen kann. Nächsten Donnerstag geht es weiter, wir freuen uns drauf!

2 Kommentare:

  1. Melina sagt:

    Hihi – ich erkenne euch auf dem Bild wieder 😉

  2. […] netten deutschen Paar zu Mittag, die zufällig in Offenbach arbeiten. Im KIZ, wo wir damals unseren Workshop zum Businessplan besuchten. Was ein Zufall und welch spannende Begegnung! Robs erwähnte beiläufig den Verlust […]

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